Schutzgemeinschaft Alt Bamberg e. V.

Gemeinnützige Vereinigung zum Schutz Bamberger Kulturdenkmale

Seit 1968 setzen wir uns mit phantasievollen Aktionen, lehrreichen Spaziergängen, Publikationen und eigenen Sanierungen für den Erhalt von Bambergs Schönheit ein. Einige gelungene Rettungsaktionen mit Beteiligung unseres Vereins:

Unser Einsatz ist noch lange nicht vorbei. Verfallende Bauten, vernachlässigte Gartendenkmale, Luxus-Sanierungen welche den Denkmalwert "wegrenovieren", Abrisslust, all das gibt es noch immer. Daher freuen wir uns, wenn sie auf unserer Seite stöbern und uns vielleicht sogar als Mitglied unterstützen möchten. Herzlich Willkommen!

Coronakrise 2020: Aktion Gutschein-Brücke

Zu Alt-Bamberg gehören nicht nur die Denkmäler, sondern auch die einzigartigen inhabergeführten Läden und Lokale. Gerade sie leiden unter der jetzigen Zwangsschließung besonders und vielen droht der Bankrott. Deshalb haben wir die "Aktion Gutscheinbrücke" ins Leben gerufen. Damit kann jeder von uns dazu beitragen, dass wir nicht bald nur noch Filialen großer Ketten in unserer Stadt haben.

 

So einfach geht's:

  1. Überlegen Sie sich, welche Lieblingsgeschäfte Sie gerne auch nach der Krise besuchen möchten.
  2. Schätzen Sie, welche Summe Sie in den Wochen der Zwangsschließung dort gerne ausgegeben hätten (und runden Sie vielleicht noch etwas auf).
  3. Machen Sie sich Gedanken, welchen Menschen Sie Gutscheine von diesen Geschäften schenken möchten.
  4. Suchen Sie sich die Kontaktdaten (E-Mail im Internet oder Rufnummer im Telefonbuch) dieser Lieblingsgeschäfte heraus.
  5. Bestellen und bezahlen Sie die Gutscheine, die Ihnen dann zugeschickt werden.

 

Schließlich: Freuen Sie sich auf die Zeit nach der Krise, wenn Sie Ihre Gutscheine genüsslich einlösen und die Geschenke wieder persönlich überreichen können.


Tipp: Am besten nicht sofort einlösen, sondern einige Wochen warten, damit die Geschäfte eine Chance haben, nach der Krise erst mal wieder etwas Umsatz zu machen und nicht nur Gutscheine einlösen müssen.

April 2020: Für den Erhalt des Kontorbaus der Maisel-Bräu!

Ein wesentlicher Teil einer der schönsten Brauereigebäude Bambergs droht für einen Parkplatz geopfert zu werden.

 

Ein Fehler wie beim Abbruch der Hofbräu in den 1980ern darf sich nicht wiederholen!

 

Der bedrohte verschachtelte Kellerei- und Kontorbau (linke Hälfte im Bild) ist nicht nur hübsch, in ihm steckt auch der älteste Kern des Areals. Zudem beruht er teilweise auf Entwürfen des bedeutenden Bamberger Baumeisters Gustav Haeberle (1853-1930, u.a. Mälzerei Weyermann, Altenburgpalas).

 

Klar, dass wir dem nicht tatenlos zusehen wollen!


Wir haben Ideen für den Erhalt dieses wertvollen Gebäudes gesammelt und wollen dafür kämpfen.

 

Mehr lesen Sie hier

Februar 2020: Sonderausgabe unseres Vereinsmagazins zur Kommunalwahl

Themen:

  • Sonderausgabe zur Kommunalwahl: 9 Fragen und Antworten an die Oberbürgermeisterkandidat/innen
  • Übergabe der Petition an die German Property Group
  • Aktueller Stand zum Roten Ochsen in der Unteren Königstraße

Das aktuelle Heft als Download:

Denkmalweiter Heft 13 - Ausgabe 1/2020
Denkmalweiter 13 - Download.pdf
PDF-Dokument [1.7 MB]

Feburar 2020: Petition an die German Property Group übergeben

Am 24.02.2020 haben wir den offenen Brief beim Firmensitz der German Property Group (bzw. Dolphin Trust) in Langenhagen übergeben. Auch wenn wir nur bis zur Rezeption kamen und niemand aus der Leitungsebene bereit war uns zu empfangen, so war es die Reise wert! Man hat unsere Meinung wahrgenommen. Viele Medien haben darüber berichtet, darunter der Fränkische Tag, Radio Bamberg, bis zum zum Neuen Wiesentboten.

 

Ihre Unterschriften (2.216 waren es am Schluss) waren auf jeden Fall schon jetzt erfolgreich: Das Haus in der Oberen Sandstraße 20 wurde nicht zuletzt wegen des öffentlichen Drucks relativ schnell und zu einem annehmbaren Preis (nach unserer Kenntnis unter dem Einkaufspreis) an die Stadt Bamberg verkauft. Über die Sanierung soll nun an einem Runden Tisch, an dem auch unser Verein sitzt, entschieden werden. Ein todgeweihtes Denkmal aus dem 14. Jahrhundert erhält neue Hoffnung!

Wir setzen darauf, dass auch der Rote Ochse in der Unteren Königstraße noch gerettet werden kann. Im Blick werden wir ihn auf jeden Fall behalten.

 

Allen, die unseren Offenen Brief unterstützt haben, danken wir ganz herzlich!

 

Ein kleiner Rückblick auf die seit August 2019 laufende Aktion:

Hier sind einige weitere interessante Links zum Thema:

Der Bericht des Bayerischen Rundfunks über die Firma auf YouTube (31.05.2019):

www.youtube.com/watch?v=YdO3j8lmGN0

Frankenschau vom 04.09.2019:

https://www.br.de/nachrichten/bayern/denkmalgeschuetztes-haus-in-der-welterbestadt-bamberg-verfaellt,Rb5ninn

 

Artikel des Fränkischen Tags zu den Vorkommnissen in Bamberg (07.08.2019):

www.infranken.de/regional/bamberg/laesst-der-investor-das-haus-in-der-sandstrasse-verfallen;art212,4374505?fbclid=IwAR1crIg3-bKNlu2xuN6kBYey-OC8hxhIGnVF9p7qKSRLH0Lu5fQpg4H2oVw

Informationen zum Roten Ochsen (ehem. Rednecks / Café Merkur) in der Unteren Königstraße 13/15:

www.denkmal-bamberg.de/denkmal/652

Informationen zum Haus zum Roten Hahn / zum Schlüssel (ehemals Sound'n'Arts) in der Oberen Sandstraße 20:

www.denkmal-bamberg.de/denkmal/1146

Die Selbstdarstellung des Unternehmens:

www.german-property-group.com/#UeberUns

 

Januar 2020: Irene Hottelmann-Schmidt verstorben

Wir trauern um jene Bamberger Persönlichkeit, der wir die Idee zur Gründung unseres Vereins verdanken. Nachdem sie an ihrem 38. Geburtstag eine Stunde lang leidenschaftlich mit dem damaligen Baudirektor Seifert am Telefon über den Abriss des Hauses zum Marienbild am Pfahlplätzchen gestritten hatte, plante sie gemeinam mit ihrem Mann Werner Hottelmann die Gründung einer Bürgervereinigung zum Schutz der Bamberger Denkmäler. Eine leidenschaftliche Streiterin für die gute Sache ist sie immer geblieben!

 

Unser Verein war bei weitem nicht die einzige Idee, die sie mit zum Leben erweckte: Bamberg verdankt ihr wesentlich die Erneuerung der Johanniskapelle, des Concordiabrunnens, des Wilde-Rose-Kellers, des Gärtner- und Häckermuseums, des Hauses zur Trommel in der Judenstraße, des Weinbergs am Michelsberg, die Durchführung des Festzugs zum 1000. Stadtjubiläums 1973 und von vielem mehr. Sie war eine leidenschaftliche Tierschützerin und half in der Flüchtlingshilfe.
Ohne Übertreibung: Eine prägende Figur des 20. Jahrhunderts in unserer Stadt.

 

Herzlichen Dank für alles, liebe Irene Hottelmann-Schmidt!
*19.03.1930 +17.01.2020

 

Auf dem Bild, etwa von 1973: Frau Hottelmann-Schmidt, vorne rechts kniend.
Mit auf dem Bild, stehend von links nach rechts: Frau Dr. Hardt, Gräfin Schenk von Stauffenberg, ... und eine uns heute leider nicht mehr zuordenbare junge Bambergerin.

Juli 2019: Wiederaufstellung der Tafel zu Ehren von Heinrich Gerber

Die Schutzgemeinschaft unterstützt die Wiederaufstellung der Tafel zu Ehren Heinrich Gerbers auf der Luitpoldbrücke.
 
Der Name ist vor allem in Ingenieurskreisen bekannt, der breiten Masse eher weniger. Dabei war die am 5. August 1867 eröffnete Sophienbrücke - Vor-Vorgängerbrücke der heutigen Luitpoldbrücke - über den rechten Regnitzarm die weltweit erste Auslegerbrücke, auch "Gerberträger-Brücke" genannt. Oberingenieur Heinrich Gottfried Gerber (1832 bis 1912) revolutionierte als Erfinder des Auslegerträgers mit freiliegenden Stützpunkten ("Gerber-Träger") den Bau von Stahlkonstruktionen und gilt als Altmeister der deutschen Eisenbaukunst. In der Folge hat Gerber die Konstruktion zu ungefähr 600 Brücken entworfen. Unter anderem die Brücke bei Schloss Neuschwanstein und viele Eisenbahnbrücken.
 
Anfang des 20. Jahrhunderts hat die Stiftung "Werner-von-Siemens-Ring" zur Erinnerung an den bedeutenden Ingenieur eine Bronze-Tafel mit seinem Bildnis auch diesem Brückenbauwerk angebracht.
 
Die Gedenktafel wurde im Zuge des Neubaus der Luitpoldbrücke 2005/2006 eingelagert und ist nun - unter anderem auch dank eines finanziellen Beitrags der Schutzgemeinschaft - endlich wieder dort aufgestellt worden.

Juli 2019: Höchst wertvolle Anregungen aus der Uni

Die jungen Menschen von heute sind die Denkmalbesitzer und -retter von morgen.

 

Diese Tatsache spornt uns immer wieder an, unser Anliegen auch den nachkommenden Generationen näher zu bringen. Sehr wertvolle Hilfe boten uns Ulrike Propach und zwölf Studierende der Kommunikationswissenschaften, die sich im Rahmen eines Seminars leidenschaftlich Gedanken darüber machten, wie wir unseren Verein Menschen in ihrem Alter zwischen 16 und 30 Jahren noch besser vermitteln können. Wer hätte besser Wege finden können als sie!

 

Heraus kam ein Regenbogen hochspannender, großartiger Ideen - vom Bierfilz, über einem neuen Logo bis zu Events, deren umsetzbarste Konzepte wir nun nach und nach aufgreifen und umsetzen wollen.

 

Wir sind begeistert, sagen Danke und freuen uns auf den gemeinsamen Kellerbesuch! ;-)

Juli 2019: Wasserbehälter auf dem Rothofhügel soll einfühlsam gestaltet werden

Dort, wo bis in die 1960er Jahre der barocke Rothof auf Augenhöhe zur Altenburg stand, liegt eine der bezauberndsten Orte Bambergs. Eine äußerst wertvolle Kulturlandschaft mit einer weiten Hochebene, weidenden Schafen, einer Kirschbaumreihe, einer denkmalgeschützten Kapelle und der erhaltenen alten Hoflinde.


Diese Idylle soll nun der Standort eines Wasserbehälters werden, der Wildensorg und den Michelsberg gleichermaßen mit Trink- und Löschwasser versorgen soll. An sich ein Vorhaben, das auch wir sehr gut und wichtig finden. Allerdings sah die erste Planung einen erschreckend unsensiblen 08/15-Zweckbau an der wertvollsten Stelle zwischen Linde und Kapelle vor.

 

Gerne unterstützten wir daher die Forderung des Vereins "Bewahrt die Bergstadt e.V." die Stadtwerke und Stadtverwaltung zu bewegen, eine sensible Lösung zu finden. Es begannen Protestaktionen, die zu einem Engegenkommen führten, wofür wir uns bedanken.

 

Zwar wurden die von uns favorisierten Standorte abgelehnt, doch der Behälter soll nun deutlich von der Linde entfernt errichtet werden, auf eine Weise, die sich möglichst gut ins Landschaftsbild einfügt. Das Gebäude soll nun nicht in Sichtbeton ausgeführt, sondern mit Holz verkleidet werden. Der Hügel soll nicht streng rechteckig, sondern naturnaher ausfallen. Der Zufahrtsweg soll nicht geschottert werden, sondern zwischen Kapelle und Linde deutlich unauffälliger abzweigen. Wir hoffen sehr, dass den Stadtwerken diese behutsame Gestaltung gelingt. Der Rothof wird ein Aushängeschild für das Unternehmen in den kommenden Jahrzehnten - die Stadtwerke haben es in der Hand etwas zu schaffen, das entweder dauerhaft als störend empfunden wird oder allgemein Akzeptanz findet.

 

Planungsstand Anfang 2019 - ein unsensibler Zweckbau direkt an der Linde.

Eine Variante, die Protest erregen musste.

Planungsstand Juli 2019 - Bemühen um ein Entgegenkommen ist erkennbar, der Standort wurde vom sensibelsten Bereich weg gerückt, doch die Form ist noch streng rechteckig, der Weg durchschneidet den besonders sensiblen Bereich zwischen Linde und Kapelle noch sehr auffällig.

 

Der Stadtrat hat den Stadtwerken auf den Weg gegeben, hier nochmals nachzubessern. Die Stadtwerke Bamberg haben dies zugesichert.

März 2019: Unsere Zukunftswerkstatt

Dass wir uns glücklich schätzen können, durch sehr interessierte Mitglieder getragen zu werden, war uns schon bekannt. Der Rücklauf unserer Mitgliederumfrage und die anschließende Diskussion und Planung bei der Zukunftswerkstatt unterstrichen uns das einmal mehr.

 

Anlass war das "überstandene" Jubiläum und der folgende Wechsel im Vorstand.

 

Heraus kam die ideale Grundlage um auch in den kommenden Jahren eine gute Vereinsarbeit zu gestalten. Eine Arbeit, die einerseits für die Mitglieder viel bietet, den Aktiven den Spaß bewahrt und, nicht zuletzt, auch wirklich etwas bewegen kann für den Schutz der (eingetragenen und potenziellen) Denkmäler unserer schönen Stadt.

Dezember 2018: Unser Jubiläumsbuch "Fünfzig Jahre. Für Bamberg"

Herzlichen Glückwunsch, Herrn Wunner, dem Gewinner unseres Buchs "Fünfzig Jahre. Für Bamberg."

 

Ihm und auch unserem Neumitglied Herrn Reichenauer wünschen wir viel Vergnügen beim Schmökern und Schwelgen in der kleinen Chronik der jüngsten Bamberger Jahrzehnte.

 

Restexemplare des Buchs sind noch im Antiquariat Lorang und in der Buchhandlung Collibri erhältlich.

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