Oktober 2017

Stellungnahme zu den Planungen für die Lagarde-Kaserne

Unsere Stellungnahme zu den Lagade-Planungen 2017
Stellungnahme Lagarde 20171015.pdf
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Wir unterstützen die Bemühungen, dem Leerstand beschleunigt entgegenzuwirken und dem Gelände eine sinnvolle Zukunft zu geben ausdrücklich. Insbesondere begrüßen wir das Vorhaben, neben den denkmalgeschützten Gebäuden auch viele der (noch) nicht unter Schutz stehenden Bauten zu bewahren und neu zu nutzen.

 

Die Lagarde ist nicht nur eines der ältesten Zeugnisse der bamberger Militärgeschichte, sondern zugleich eine der wesentlichen Keimzellen bei der Entstehung des Stadtteils Bamberg-Ost. Daher erscheint es nur logisch, hier eine neue Mitte zu schaffen, die einem der bevölkerungsreichsten Stadtteile bislang fehlt. Zwar wurde an der Ecke Berliner Ring/Pödeldorfer Straße ein (gestalterisch mäßig gelungenes) Einkaufszentrum geschaffen, kulturell oder gastronomisch dagegen fehlt hier, spätestens seit der Schließung des Freizeitwerks vor fast 20 Jahren, ein zentraler Ort. Zusätzlich ist das Verlangen nach günstigem Wohnraum bekanntermaßen sehr hoch und die Erwartung der Öffentlichkeit mit dem Wegfall der ursprünglich als künftiges Wohngebiet beworbenen Panzerkaserne und Flynn-Housing weiter gestiegen.
Daher sehen wir die geplante Nutzung als gemischtes Quartier positiv, die einerseits dringend benötigten günstigen Wohnraum schaffen soll, aber dem Stadtteil auch eine neue Mitte mit kulturellen, gastronomischen und gewerblichen Angeboten schafft. Ebenso ist der Ansatz, Eigeninitiativen der Bürger, wie den Verein Kulturquartier Lagarde e.V., zu unterstützen und ihm ebenso Raum zu geben, wie der Hochkultur in Gestalt der Bamberger Symphoniker, zu begrüßen. Beide Kulturformen kommen derzeit im Bamberger Osten zu kurz.

 

So ist es weniger die grundsätzliche Planung, sondern die Umsetzung, bei der wir eine Nachbesserung bzw. Klarstellung anregen möchten.

 

1. Einfühlsame mutige Architektur statt austauschbarer Langeweile

 

Noch gibt die Vorplanung keine Details für die Gestaltung vor. Das bietet die Möglichkeit, durch klare Rahmen für die Investoren rechtzeitig Fehlentwicklungen vorzubeugen. Die derzeit vorherrschende Sprache in der Architektur ist leider häufig von Einfallslosigkeit geprägt. Allzu oft wiederholen sich schmucklose, an maximaler Ausnutzung der Baugrenzen orientierte Kuben, die scheinbar ohne Ansehen der Umgebung bzw. Respekt vor der bestehenden Bebauung errichtet werden. Sie könnten ebenso in einem Wohngebiet in München, wie in einem Gewerbegebiet in Duisburg stehen. Das Ergebnis ist ein disharmonisches Bild und eine austauschbare Atmosphäre. Bamberg im Gesamten und die Lagarde im Speziellen hat etwas besseres verdient!

An kaum einer Stelle Bambergs könnte derart mutig und dennoch harmonisch gebaut werden. Eine Chance, die es zu nutzen gilt.

  • Die durchgehende, ungewöhnlich einheitliche Prägung der rahmengebenden Kasernengebäude durch roten Backstein, gelben Sandstein und Holz bietet sich für Zitate dieser Materialien, Farben und Formen an, die das Einfügen der zu errichtenden Neubauten in die vorhandene Struktur erleichtern.
  • Es muss im Innenbereich und auch entlang des Berliner Rings relativ wenig Rücksicht auf bereits bewohnte Nachbarschaft genommen werden. Das erleichtert die Akzeptanz für qualitätvolle zukunftsweisende Architektur. Eine für Bamberg sehr kostbare Spielwiese für avangardistische Projekte namhafter bekannter wie talentierter junger innovativer ArchitektInnen, die sich in der Altstadt schwer einfügen und daher dort oft nicht umsetzbar sind.
  • Die Nutzung von alternativen Energien, etwa Solarzellen, lässt sich hier besser verwirklichen als im historischen Stadtkarn mit seiner sensiblen Dachlandschaft.
  • Die Teilweise vier bis fünfstöckigen Bestandsbauten der Umgebung ermöglichen es, auch mit den Neubauten punktuell in die Höhe zu gehen und damit die wirtschaftlichen Interessen der Investoren, ebenso wie die der Wohnungssuchenden, zu erfüllen - aber dennoch genug wirtschaftlichen Spielraum zu haben, um vorhandene Bäume, Grünzüge zu bewahren, großzügige Freiräume zu schaffen und Projekte, wie das Kulturquartier Lagarde e.V., zu unterstützen, indem man Bestandsbauten, wie die nördlichen Ställe so günstig wie möglich zur Verfügung stellt.

 

Kreative Nutzung der hölzernen Halle beim Kontaktfestival 2017

2. Überprüfung der für den Rückbau vorgesehenen Gebäude auf Erhaltbarkeit

 

Es ist positiv, dass zusätzlich zu den denkmalgeschützten Gebäuden viele weitere Bestandsgebäude bewahrt werden sollen. Dies ist nicht nur aus denkmalpflegerischen, sondern auch aus ökologischen und nicht zuletzt wirtschaftlichen Gründen (Ressourcenschonung, keine Kosten für Abriss und Neubau, Zeitersparnis) begrüßenswert. Vor diesem Hintergrund verwundert es allerdings, dass bisher dennoch über dreißig Gebäude für den Rückbau vorgesehen sind. Darunter einige größere Gebäude, z.B. der Wohnblock 7084, die große Fahrzeughalle 7102 oder die hölzerne Halle 7688, und nahezu sämtliche Neubauten aus der U.S.-Zeit nach 1945. Im Rahmen früherer Kontakt-Festivals wurde bewiesen, wie kreativ Gebäude in neue Nutzungen überführt werden können. So wurde die hölzerne Halle 7688 zum gemütlichen Treffpunkt oder die große Fahrzeughalle zur Kunstgalerie. Wir regen daher an, diese und weitere der zum Abbruch vorgesehen Bauten preiswert möglichen Interessenten anzubieten.

 

3. Erhaltung von Details

 

Die Lagarde spannt als wertvolles Zeugnis Bamberger Militärhistorie einen Bogen von der königlich-bayerischen Zeit bis zur amerikanischen Nutzung. Wenige Orte unserer Stadt spiegeln die prägenden Umwälzungen des 20. Jahrhunderts derart gut ablesbar wider: vom Offizierscasino der Monarchie, über die Erweiterungen der Weimarer Zeit, die Reitställe und Garagen aus dem Vorfeld des Zweiten Weltkriegs bis zu den Spuren der U.S.-Army.

 

Wir gehen davon aus, dass mit den unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden mit der gebotenen Behutsamkeit umgegangen wird. Doch auch bei den nicht geschützten, aber für den Erhalt vorgesehenen Bauten, ist eine Wahrung ihres Charakters anzustreben. Es sind nicht zuletzt die Details an und in diesen Zeugnissen, welche die spannende Geschichte für künftige Generationen erlebbar machen. Daher regen wir an, möglichst viele dieser Zeugnisse, von den Ringen zum anbinden der Kavalleriepferde, über die authentische Schmiede bis zum zweisprachigen Straßenschild, zu bewahren. Dies schafft ein reizvolles Quartier mit Historie und Charakter.

So weit unsere Stellungnahme. Wir wünschen den Verantwortlichen und den Bauträgern viel Glück und ein gutes Gespür für dieses kostbare Stück unserer Stadt. Wir werden den weiteren Verlauf gerne mit Interesse verfolgen.

 

Konversion in Bamberg - Zu den Planungen auf der MUNA

Januar 2016

Konzept der Schutzgemeinschaft zum denkmalgerechten Umgang mit der MUNA

Stellungnahme der Schutzgemeinschaft Alt Bamberg e.V. zur Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes, sowie des Bebauungsplanes Nr. 429 „Gewerbepark Geisfelder Straße“

Unser MUNA-Konzept als PDF-Download
MUNA Stellungnahme 20160131.pdf
PDF-Dokument [20.6 MB]

Gerne nehmen wir zu der geplanten Maßnahme Stellung.

 

Wie in der Begründung zum Konzept vom 15.12.2015 unter Punkt 10.2 (Seite 44f) richtig festgestellt wird, handelt es sich bei den überplanten Bereichen um, Zitat: „Flächen mit historischer, insbesondere militärhistorischer Bedeutung, deren Geschichte bis in das Jahr 1917 zurückreicht (Erschließung des Geländes und Errichtung einer Munitionsanstalt sowie Bau des Schießplatzes mit vier Bahnen).“


Angesichts dieser offenbar unstrittigen Tatsache wundern wir uns, dass kein ernsthafter Versuch unternommen wird, die denkmalpflegerischen mit den unbestritten wichtigen wirtschaftlichen Interessen abzustimmen. Tatsächlich spielt in der bisherigen Planung die geschichtliche Bedeutung nicht nur eine „nachrangige Rolle“, wie in der Begründung erwähnt, sondern ihr wird überhaupt keine Rolle eingeräumt. Dies ist weder angemessen noch notwendig, weil es ohne Mehraufwand gute Möglichkeiten gibt beide Belange in Einklang zu bringen. Einen entsprechenden Alternativvorschlag möchten wir hiermit unterbreiten und in den Diskussionsprozess einfließen lassen.

Zur historischen und denkmalpflegerischen Bedeutung

Die „Munitionsanstalt“ entstand noch zu Königlich Bayerischer Zeit in der Spätphase des Ersten Weltkriegs. Der Kern der damals errichteten Anlagen (Schießstand,
Fertigungshallen, Munitionslager) ist noch immer nahezu komplett vorhanden, zudem in einem bemerkenswert ursprünglichen Zustand. Dieser Glücksfall ist dem Umstand
geschuldet, dass diese Gebäude seitdem durchgehend in einer ähnlichen militärischen Nutzung blieben und dadurch wenige Umbauten erfuhren.
Die Entmilitarisierung nach dem Ersten Weltkrieg ging, von der symbolischen Vernichtung einer einzelnen Halle abgesehen, ungewöhnlich spurlos an dem Gelände vorbei.
Die 1923 beginnenden Gründungsjahre der Firma von Willy Messerschmitt, stellen eine weitere bedeutende Phase dar, die bisher in der Abwägung nicht gewürdigt wurde. Die
MUNA ist damit als Zeugnis der Frühzeit des Flugzeugbaus, nicht nur für Bamberg, sondern deutschlandweit von Bedeutung. Die Wurzeln der Luftfahrttechnik im Allgemeinen
und der späteren Firma Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) (heute Teil der Airbus Group) im Speziellen, sind in diesen Hallen zu finden.
Die folgenden Jahre der Wiederaufrüstung unter dem Nationalsozialismus bis in den Zweiten Weltkrieg sind durch die baulichen Erweiterung ebenso ablesbar, wie die anschließende Besatzung bzw. NATO-Zeit unter den Amerikanischen Streitkräften.

 

Die MUNA ist ein Zeugnis einer fast 100-jährigen durchgehenden militärischen Nutzung, wie man es in dieser Kontinuität nur noch selten findet. Ein Spiegel prägender Ereignisse des 20. Jahrhunderts, von den beiden Weltkriegen bis zum Kalten Krieg, der Phase der Entspannung und des Abzugs der U.S.-Army. Die MUNA steht damit zeithistorisch in einer Ebene mit dem Wert der Lagarde-Kaserne. Diese Bedeutung wird in den bisherigen Planungen bisher nicht einmal Ansatzweise gewürdigt.

Standortkarte MUNA 1918 (IABG, 2000) laut Bericht Amec Foster Wheeler

Konzept zur Vereinbarung von Denkmal und Gewerbepark

Wir regen angesichts dieses geschichtlichen Gewichts eine angemessene Würdigung an. Die südlich des Gewerbeareals zur Erhaltung vorgesehenen Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg genügen nicht, um diesem Zweck zu dienen, wenn gleichzeitig die ungleich bedeutenderen und aussagekräftigeren Zeugnisse aus der Gründungsphase vernichtet werden.
Glücklicherweise ist es angesichts der Kleinteiligkeit dieser Bauten gut vereinbar, einige davon in das geplante Gewerbeareal zu integrieren ohne die gewünschte wirtschaftliche Nutzung zu verhindern oder zu stören.

 

An konkreten Maßnahmen schlagen wir vor:

 

1. Anpassung der Straßenführung an die gewachsenen Strukturen
Die bisherige Planung der Verkehrsflächen sieht ein starres Raster vor, das ohne Notwendigkeit weder die Topographie noch die über einem Jahrhundert gewachsenen Strukturen aufgreift. Dabei wäre es einfach, die vorhandenen Straßen- oder Schienenwege als Grundlage für eine künftige Wegführung zu nutzen. Eine Orientierung an der vorhandenen Struktur würde
a. die historische Entwicklung ablesbar machen,
b. es erleichtern am Wegenetz stehende gewachsene Gebäude und Strukturen zu integrieren und
c. möglicherweise durch Minimierung der Erdbewegungen sowohl Bauzeit als auch Kosten sparen all dies wäre umsetzbar, ohne einer künftigen gewerbliche Nutzung mit dem damit verbundenen Verkehrsaufkommen und Flächenbedarf im Weg zu stehen.

 

2. Eintrag in die Denkmalliste
Die Eingangs erläuterte Bedeutung des Areals bedingt einen, zumindest inselartigen, Erhalt. Bestand welcher die Entwicklung der MUNA erkennbar und erlebbar werden lässt, sollte dringend für künftige Generationen bewahrt werden - als Zeugnis und Mahnmal der kriegerischen Seiten des 20. Jahrhunderts, des Pioniergeists der 1920er Jahre und der entsprechenden Auswirkungen auf die Bamberger Stadtgeschichte.
Zu diesen besonders erhaltenswerten Zeugnissen gehören insbesondere:
a. Das um 1917 entstandene Eingangs-Ensemble entlang der Geisfelder Straße einschließlich seiner Erweiterungen. Dieses kann angesichts seiner architektonischen und baulichen Qualität leicht z.B. als Wohn-, Büro- oder Betriebsräumlichkeit weitergenutzt werden.
b. Die ebenfalls in dieser Frühphase als Zündlager und Produktionsstätten entstandenen Hallen. Sie sollten wenigstens exemplarisch als Zeugnisse der ursprünglichen militärischen Erschließung des Areals und der Pionierphase des Flugzeugbaus erhalten bleiben. Angesichts ihrer offenen Bauweise können notwendige Einbauten für eine Umnutzung einfach durchgeführt werden ohne die äußerliche Struktur wesentlich umgestalten zu müssen. Beispielsweise wären Verwendungen als Kleine Outlets, Lagerräume, Garagen, Einlasspforten, Imbiss, für Kleingewerbe, öffentliche Toiletten, als Versorgungsstellen für
Telekommunikations- oder Energiebedarf naheliegend. Allesamt Nutzungen, die der Gewerbeansiedlung dienen, statt sie zu behindern (siehe auch Punkt 3 „Muna Village“).
c. Der Erhalt des im Kern ebenfalls aus den Anfangstagen stammenden Schießstands wäre zumindest wünschenswert, zumal er offenbar auch als Biotop besonders erhaltenswert erscheint. Hier wäre eine Nutzung als naturschutzrechtliche Ausgleichsfläche, vielleicht sogar als Naturschutzgebiet, als Brücke für die Tier- und Pflanzenwelt zum Amselfang und Volkspark und zur Naherholung denkbar. Eine erforderliche Erschließung des Verkehrs über die Pödeldorfer Straße, wäre über die vorhandene Armeestraße problemlos möglich und müsste dieses Gebiet nicht durchschneiden.
d. Das Marterfragment des „Krätzigen Ruhsteins“ sollte an seinem ursprünglichen Standort konserviert und in eine künftige Erschließung eingebunden werden.
Um diesen gebotenen Erhalt der genannten Bestandsbauten zu vereinfachen und die Finanzierung von Sanierungen zu erleichtern, ist es ratsam die Aufnahme der entsprechenden Gebäude in die Denkmalliste anzustreben. Dass sie noch nicht erfasst wurden, dürfte vor allem der bisherigen Nutzung durch die Amerikanischen Streitkräfte geschuldet gewesen sein. Angesichts der Bedeutung des Areals für die Bamberger
Militärgeschichte wird einer Aufnahme sicher nichts im Wege stehen. Als Indiz hierfür darf beispielsweise die Eintragung des ehemaligen Kugelfangs am Nordrand des Flugplatzes Breitenau in die Denkmalliste gewertet werden (Aktennummer: D-4-61-000-1469), der zeitgleich während des Ersten Weltkriegs errichtet wurde.

 

3. „Muna Village“ - Versorgungsinsel im ehemaligen Produktionsareal
Insbesondere die Gebäudegruppe der ehemaligen Produktionsstätten bietet sich aufgrund ihrer Bedeutung und Lage zur Umnutzung für Gastronomie, Erholungszwecke, Ladenflächen, kleine Outlets oder Kleingewerbe an. Dazwischen gibt es genügend Flächen für Erweiterungen, Freischankflächen und Parkplätze. Die künftigen Beschäftigten des neues Gewerbegebietes, wie auch des bestehenden an der Gutenbergstraße, könnten sich
an dieser zentralen Stelle versorgen. Wer arbeitet, will sich in den Pausen oder nach Feierabend auch erholen, essen oder einkaufen.

„Muna Village“ - Ausschnitt der ehemaligen Produktionshallen. Mögliches künftiges Herz des Gewerbeparks. (Bild: Bingmaps)

Unternehmen siedeln sich ohne Zweifel lieber in einem Gebiet mit Charakter an, das für ihre Mitarbeiter ein hohes Maß an Lebensqualität bietet, als in einer ges(ch)ichtslosen Fläche.
Somit wären zwei wesentliche Faktoren gleichermaßen gewährleistet: Erhalt des Kerngebietes der MUNA und attraktiver Nutzen für die Zukunft.

 

Eine Skizze zu unserer vorgeschlagenen Alternativplanung haben wir diesem Schreiben zur Veranschaulichung beigefügt. Wir sehen darin einen Ausgleich zwischen den Interessen - erhalten möglichst viel der denkmalwerten Substanz und berücksichtigen Interessen des Naturschutzes, ohne das Projekt des Gewerbeparks zu beeinträchtigen. Sowohl die Zufahrtswege, als auch die Flächen bleiben entsprechend der ursprünglichen Planung unverändert funktionsfähig, flexibel und weiträumig. Die Attraktivität wird sogar erhöht.

 

Wir bitten diese Vorschläge in die politische Diskussion einzubringen und in der künftigen Planung zu berücksichtigen.
Andernfalls ginge ein Stück Bamberger Militärgeschichte ohne Not für immer verloren.

Arena 4

Leider konnte aus zeitlichen Gründen niemand aus unserer Vorstandsschaft an der Konversionveranstaltung vergangene Woche teilnehmen.

Wir verweisen daher auf den Artikel ind der webZ, mit Dank an Dieter Weinsheimer.

WebZ

100 Mio. Euro vom Bund für Konversionsflächen - insgesamt, nicht nur für die Stadt Bamberg!

Stadtrat Peter Gack erklärt in einer Nachricht auf unserer Facebook-Seite, warum die Meldung über die 100 Mio. Euro nicht zu einer Schlagzeile geführt hat:

[..] Die 100 Mio. sind der gesamte zur Verfügung stehende Rahmen und gilt für alle Konversionsstandorte, auch für die, aus denen die Bundeswehr abzieht, bzw. abgezogen ist.“

Besten Dank für die Klarstellung, auch an Ulrike Propach!

Da die Stadt dennoch Geld zur Verfügung gestellt bekommt, wenn auch nur einen Bruchteil des Gesamtvolumens, hier weiterhin der Artikel auf dem Fränkischen Tag vom 28.11.2013:

 

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Thomas Silberhorn erklärt in einer Pressemitteilung, dass im Koalitionsvertrag ein Haushaltsvermerk aufgenommen wurde, der Folgendes beinhaltet:

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) gibt Grundstücke der Konversionsflächen verbilligt an die Stadt Bamberg ab, zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums. Das Gesamtvolumen ist auf 100 Millionen Euro beziffert.

Veranstaltungsreihe Konversion in Bamberg

Quelle: Bing-Maps

Was geschieht mit dem Kasernengelände nach dem Abzug der U.S.-Army Ende 2014? Erhalt? Abriss? Umbau?

Wie haben andere frühere Standorte diese Aufgabe gemeistert?

Welche Chancen ergeben sich? Welche Hürden werden zu bewältigen sein?



Spannende Fragen, die Bamberg in den kommenden Monaten und Jahren bewegen werden.

 

Gemeinsam mit dem Architektur-Treff Bamberg und dem Kunstverein veranstalten wir von Februar bis Juli 2013 fünf Vorträge und eine abschließende Podiumsdiskussion zu diesem prägenden Thema.

 

Fazit:

Es gab viele wichtige Anregungen von auswärts, die den Bamberger Verantwortlichen sicher dienlich sein werden bei den zu bewältigen, großen Aufgaben. Wir danken unseren Mitveranstaltern für ihr Engagement. Es wird sicher nicht unsere letzte Veranstaltung zu diesem spannenden Themenkomplex bleiben.

 

Konversion_Flyer.pdf
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Artikel im Fränkischen Tag 22.02.2013
2013-02-22 Konversion Veranstaltungsreih[...]
PDF-Dokument [915.3 KB]
Artikel im Fränkischen Tag 05.03.2013
2013-03-05 Konversion Fürth.pdf
PDF-Dokument [3.6 MB]
Artikel im Fränkischen Tag 25.03.2013
2013-03-25 Konversion Ostfildern.pdf
PDF-Dokument [5.3 MB]
Artikel im Fränkischen Tag 24.06.2013
2013-06-24 Konversion Würzburg Ausschnit[...]
PDF-Dokument [452.3 KB]
Artikel im Fränkischen Tag 15.07.2013
2013-07-15 Konversation über Konversion.[...]
PDF-Dokument [195.3 KB]

Lesen Sie dazu auch:

 

Freie Web-Zet:

Artikel vom 11. Juli 2013

 

Bamberger Online-Zeitung:

Artikel vom 31.05.2013

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