Station 8: Haus zum Grünen Schild, Goldenen Schild, Grünen Sittich

Maximiliansplatz 8

 

Balthasar erklärt:

Das Wappen im Sprenggiebel des Portals hat eine kleine Reise hinter sich. Es wurde zunächst 1772 für den damaligen Käufer des Anwesens angefertigt, den fürstbischöflichen Oberjägermeister Friedrich Karl von Schaumberg. Dafür hatte er das Hauszeichen des früheren Besitzers Andres Schröder abnehmen lassen, das einen sog. "Schröter", also einen Hirschkäfer darstellte, mit dem Zusatz "Haus zum grünen Sittich". Als 1816 der Handelsbürger Konrad Körner das Gebäude erwarb, ließ er das Schaumbergsche Wappen entfernen. Es wurde nach Schloss Strössendorf verbracht.

1956 verstarb der Historiker Oskar Freiherr von Schaumberg, ein Nachfahre des Oberjägermeisters. Er hatte als Wunsch hinterlassen, dass das Wappen wieder an seinen ursprünglichen Ort zurückkehrt. Nach der Restaurierung durch Robert Bauer-Haderlein wurde es wieder an den Sprenggiebel angebracht. Bei den dargestellten Werkzeugen handelt es sich übrigens um Schafscheren.

 

Von wann und von wem das Bild des grünen Sittichs am Eisenportal stammt, ist mir leider nicht bekannt. Es muss neu sein, denn auf einem Foto von 1989 ist es noch nicht zu sehen.

 

Hier erfahren Sie mehr über das Haus zum Grünen Sittich:

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