2011-2015 von Privatleuten gerettet:

Das Aufseßhöflein

Zustand 2011: Eine verloren geglaubte Ruine

 

Ein fast schon vertrautes Bild, das vor sich hin verfallende "Geisterhaus" inmitten des Gleisdreiecks in der Bamberger Nordflur. Über Jahrzehnte als Gärtnerhaus, Stall und Scheune missbraucht, von Leerstand und Vandalismus gezeichnet, war kaum noch zu erahnen, dass sich unter dem Notdach ein barockes Lustschlösschen verbarg.

 

Das Ehepaar Andrea und Stefan Fiedler hatte diese Ahnung, diesen Blick, den Menschen haben, die den Wert von Denkmälern erkennen und schätzen. Noch wichtiger, sie hatten auch den Mut, sich an die Sanierung zu wagen.

 

Besichtigung Aufseßhöflein 2012

 

Zu Beginn der Sanierung im Jahr 2012 durfte sich ein kleiner Kreis ein Bild von der bevorstehenden Herausforderung machen. Was die landwirtschaftliche Nutzung und den Leerstand überstanden hatte, war von Vandalen geschädigt worden. Die Substanz war derart angegriffen, dass nur wenige Teilnehmer den löchrigen Boden betreten durfen.

 

Besichtigung Aufseßhöflein 2014

 

Welcher Unterschied, zwei Jahre später. Die Bauherren gewährten uns am 15.06.2014 einen weiteren exklusiven Blick hinter die Kulissen. Der Einladung der Schutzgemeinschaft waren über 100 Neugierige gefolgt. Deutlich zeichnete sich bereits ab: Aus dem "Schandfleck" wird ein Schmuckstück.

 

Dr.-Ingo-Fessmann-Preis 2014

 

Zum Zeichen der Anerkennung für diesen verdienstvollen Einsatz, sprach die Schutzgemeinschaft den Dr.-Ingo-Fessmann-Preis 2014 dem Ehepaar Fiedler zu.

Unter anderem für die liebevolle Rekonstruktion der zuletzt zugemauerten Fenster.

 

Noch vor kurzem vermauert: Die reizvollen barocken Rundfenster des Aufseßhöfleins

Sonnige Aussichten

 

Mittlerweile wurde das pavillonartige Bauwerk durch eine geschwungene Freitreppe in den ersten Stock ergänzt. Die Stuckarbeiten im Festsaal werden fachkundig restauriert. Wenn alles nach Plan läuft soll das Gebäude schon bald der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen - zur Buchung für stilvolle Festlichkeiten und Versammlungen.

 

Von der Ruine zum Schmuckstück: Das Aufseßhöflein in der Nähe der Coburger Straße.
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Schutzgemeinschaft Alt Bamberg